Togoverein

„unversehrt leben“

Veranstaltung zum Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung in Sokodé

Aridja Frank (Togoverein e.V.) spricht zu den Teilnehmer/innen

Teilnehmer/innen der Veranstaltung

 

 

 

 

 

 

 

Beschneidung von Mädchen und jungen Frauen.

Die Praxis der Genitalverstümmelung von Mädchen und Frauen ist in Togo weit verbreitet.

Dieser gewaltsame Eingriff ist ein sehr ernstes Problem für die Gesundheit der Mädchen und Frauen und verstößt gegen die Menschenrechte.

Folgen dieser Form von Gewalt zeigen sich bei Betroffenen sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene.

Jeden Tag werden Mädchen Opfer dieser abscheulichen und schändlichen Praxis. Ausgeführt werden diese Beschneidungen mit alten Glasscherben, Messern oder auch Rasierklingen. Akute Probleme können Blutverlust, Zusammenbruch, Infektionen und Schmerzen sein. Langfristig können schwerwiegende Schäden an den Harn- sowie Fortpflanzungs- und Sexualorganen auftreten, dazu ein höheres Risiko für HIV, weniger sexuelles Empfinden und psychische Probleme. Manchmal endet der Eingriff sogar tödlich. Wenn die Mädchen beispielsweise später selbst Kinder bekommen, kann der Geburtsvorgang für Mutter und Kind wegen der Beschneidung tödlich enden.

 

Vorhaben

Der Togoverein e.V. arbeitet seit längerem mit der Menschenrechtsorganisation LTDF (Ligue Togolaise des Droits de la Femme) zusammen. Diese Organisation hat den Kampf gegen die Beschneidung aufgenommen. LTDF hat bei dem Gesetz gegen Genitalverstümmelung mitgewirkt. Obwohl das Gesetz bereits 2005 in Togo verabschiedet wurde, hat die togoische Regierung 8 Jahre später im November 2012 noch einmal offiziell das Ende der Beschneidung ausgerufen. Wichtig war es, die Beschneiderinnen mit ins Boot zu holen und ihnen z.B. Kleinkredite zu gewähren, dass sie sich ihren Lebensunterhalt künftig anderweitig erwirtschaften konnten und auch nicht an Ansehen innerhalb der Dorfgemeinschaften verloren.

Um den Beschneidungstourismus in die angrenzenden Länder zu vermeiden, ist es wichtig auch mit den Ländern Ghana und Burkina Faso zusammenzuarbeiten. Im benachbarten Benin dagegen geht die Zahl der Beschneidungen aktuell gegen Null (laut einer Erhebung aus dem Jahr 2013)

Der Togoverein e.V. finanziert Aufklärungsveranstaltungen und Verbreitung des Themas über Radio und Internet mithilfe von Spenden. Eine große Unterstützung leisteten hierfür die Spenden aus einem Benefizkonzert vom 10.10.2025, das der Rotary Club Augsburg-Renaissancestadt organisierte.

Aufklärung ist absolut notwendig.

Die LTDF hat sich folgende Ziele gesetzt:

  1. Aufklärungsarbeit gegen FGM (Female Genital Mutilation)
  2. Gesundheitliche Betreuung und psychosoziale Versorgung der Opfer
  3. Kampf gegen Schulabbruch
  4. Stärkung der Kapazitäten der Rechtshilfskräfte, der Polizei, der Gendarmerie und Zollbeamten